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#1

DAS STERBEN UND DER TOD

in Der Tod setzt keine Grenze 26.06.2010 09:35
von Inaara • 13.980 Beiträge

Sterbehilfe - Alle Artikel und Hintergründe

BGH-Urteil zu Sterbehilfe - Recht revolutionär - Von Simone Utler

Der eine Fall:


Ein Komapatient bekommt keine Nahrung mehr. Der andere Fall: Ein Arzt oder Angehöriger schneidet den Versorgungsschlauch durch.

Gibt es einen Unterschied? Nein, mit einer Patientenverfügung ist beides legal, urteilte der Bundesgerichtshof - und hat damit Sterbehilfe neu definiert.


Hamburg -


Wenn ein Mensch im Koma liegt oder unheilbar krank ist, ist das ohnehin schon eine immense Belastung für den Betroffenen und seine Angehörigen, für Ärzte und Pflegekräfte. Wenn es dann aber auch noch um die Frage geht, wann man diesen Menschen sterben lassen darf, wird die Situation oft unerträglich.

Die Fragen, die sich in einer solchen Situation stellen, sind im wahrsten Sinne existentiell:

■Wann kann man die Ernährung eines Patienten einstellen?

■Wann darf man ein Beatmungsgerät abschalten?

■Wann macht sich ein Arzt oder ein Angehöriger strafbar?

Bisher war die Rechtsprechung zur Sterbehilfe nicht eindeutig. Deshalb war die Gefahr für Angehörige, Ärzte und Pflegekräfte groß, als Totschläger abgestempelt zu werden - obwohl sie einfach nur helfen und den Willen eines Patienten umsetzen wollten.
Nun hat der Bundesgerichtshof ein lang ersehntes Grundsatzurteil zur Sterbehilfe gefällt, das allen Beteiligten mehr Rechtssicherheit bringt.

Am Freitag entschieden die Richter in Karlsruhe:

Wenn ein Patient in einer schriftlichen oder mündlichen Verfügung eine lebensverlängernde Behandlung ablehnt, muss die Behandlung eingestellt werden. Egal ob bei dem Behandlungsabbruch etwas aktiv geschieht oder etwas unterlassen wird - Ärzte, Pfleger und Angehörige machen sich damit nicht strafbar.

Die Grenze zur Tötung ist nicht überschritten.


Konkret ging es in dem Verfahren des BGHs um den Fall von Wolfgang Putz, seiner Mandantin Elke G. und deren Mutter Erika Küllmer. Fünf lange Jahre lag Erika Küllmer im Wachkoma und wurde über einen Schlauch und eine Magensonde künstlich ernährt. Ihre Tochter Elke G. kämpfte jahrelang dafür, dass ihre Mutter sterben durfte und die Ernährung eingestellt wurde - ganz so wie Erika Küllmer es zu Lebzeiten gewünscht hatte. Dennoch - und obwohl der behandelnde Arzt im Jahr 2007 lebensverlängernde Maßnahmen für medizinisch nicht mehr angezeigt hielt -

lehnte das Pflegeheim die Einstellung der Ernährung ab.

Am Ende riet Putz seiner Mandantin Elke G., den Versorgungsschlauch ihrer Mutter durchzuschneiden.

Das Landgericht Fulda verurteilte Putz im vergangenen Jahr wegen versuchten Totschlags zu einer Haftstrafe von neun Monaten auf Bewährung.

Putz zog vor den BGH – und wurde nun freigesprochen.

"Krankheitsbedingtem Sterbenlassen seinen Lauf lassen"

Die Bewertung des Landgerichts treffe nicht zu, wonach der Angeklagte sich durch seine Mitwirkung an der aktiven Verhinderung der Wiederaufnahme der Ernährung wegen versuchten Totschlags strafbar gemacht habe, so die Richter in Karlsruhe.


Sie unterschieden deutlich zwischen "der auf eine Lebensbeendigung gerichteten Tötung" und Verhaltensweisen, "die dem krankheitsbedingten Sterbenlassen mit Einwilligung des Betroffenen seinen Lauf lassen".

Das Urteil ist aber weit mehr als der Freispruch eines Mannes - es ist ein Meilenstein der Klärung strittiger Fragen zur Sterbehilfe.

Bislang war es in der Rechtsprechung umstritten, ob Ärzte und Betreuer sich bei der Umsetzung des Patientenwillens durch "aktives Tun" strafbar machen, wenn sie etwa Magensonden zur künstlichen Ernährung durchtrennen, weil das Strafgesetzbuch die Tötung auf Verlangen verbietet. Passive Sterbehilfe war demnach nur zulässig, wenn eine lebensnotwendige Behandlung passiv "unterlassen" wurde.

Doch wo liegt letztlich der Unterschied, ob ein Arzt eine Ernährung nicht fortsetzt, also etwas unterlässt und damit passiv handelt, oder ob er den Schlauch, durch den die Nahrung fließt, abschneidet, also etwas Aktives unternimmt? Das Ergebnis ist dasselbe:

Der Patient stirbt. Wie von ihm selbst gewünscht.


Nun stellte der BGH fest: Es ist irrelevant, wie die Behandlung abgebrochen wird.


Wer eine Giftspritze setzt, macht sich auch weiterhin strafbar

Der BGH präzisierte den aus seiner Sicht "ungewissen und konturlosen Begriff" der passiven Sterbehilfe durch den von Patienten gewollten "Behandlungsabbruch". Dabei dürfe es nicht auf die

"Unterscheidung von aktivem und passivem Handeln ankommen",


sagte die Vorsitzende Ruth Rissing-van-Saan. Es hänge oft von Zufällen ab, ob eine lebensverlängernde Behandlung unterlassen oder später aktiv beendet werde. Der übergeordnete Begriff sei der Behandlungsabbruch - und der sei gerechtfertigt, wenn er dem Patientenwillen entspreche.

Ärzte dürfen dem Urteil zufolge auch dann lebensverlängernde Maßnahmen abbrechen, wenn der unmittelbare Sterbevorgang noch nicht begonnen hat. Mitnichten haben die Richter aber die aktive Sterbehilfe freigegeben. Das heißt: Wer eine Giftspritze setzt, macht sich auch weiterhin strafbar.

Der BGH stützte sich in seinem Urteil auf das neue Gesetz zu Patientenverfügungen, das seit 1. September 2009 wirksam ist.

Demnach ist bei der Anordnung lebenserhaltender Maßnahmen verbindlich, was der Betroffene in einer Willenserklärung festgelegt hat. Nach dem Gesetz gilt verbindlich, dass man Vorgaben nicht nur für tödlich verlaufende Krankheiten, sondern für jede Art Behandlung machen kann. Gibt es keine schriftliche Patientenverfügung oder betreffen die Festlegungen nicht die aktuelle Situation, muss der Bevollmächtigte unter Beachtung des mutmaßlichen Patientenwillens entscheiden, ob er in eine Untersuchung, eine Behandlung oder einen ärztlichen Eingriff einwilligt.

Im Fall von Erika Küllmer machten die Richter deutlich, dass die im September 2002 mündlich geäußerte Einwilligung der Patientin, die ihre Betreuer geprüft und bestätigt hatten, bindende Wirkung hatte.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsch...02945-2,00.html

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Von Inaaa -
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zuletzt bearbeitet 06.11.2013 12:59 | nach oben springen

#2

RE: Sterbehilfe

in Der Tod setzt keine Grenze 26.06.2010 09:39
von Inaara • 13.980 Beiträge

Vielen Menschen wird eine schwere Bürde genommen

Von Michael Reissenberger, SWR-Hörfunkstudio Karlsruhe

Dieses Urteil hat vielen Menschen eine schwere Bürde abgenommen.

Zunächst der Tochter und ihrem juristischen Berater, die der sterbenskranken Mutter zum erlösenden Tod verhalfen.

Sie müssen sich nicht mehr mit dem Vorwurf herumquälen, sie hätten wie gemeine Totschläger gehandelt.

Nein, sagt der BGH, sie haben nur den feststehenden Willen eines alten Menschen auf das Ende langen Leidens erfüllt. Haben mit dem Abbruch der Behandlung nicht aktiv getötet, sondern nur den Zustand wiederhergestellt, der dem natürlichen Sterben des Menschen entspricht.

Das Urteil hilft weiterhin also auch den Ärzten und Betreuern, die keine Angst mehr vor juristischen Fallstricken haben müssen, wenn sie den medizinischen Behandlungsabbruch am Lebensende begleiten. Es macht Ärzten und Heimleitern allerdings auch klar, dass sie ihren Patienten lebensverlängernde Behandlung nicht endlos aufdrängen dürfen.

Hier müssen offenbar noch einige Behandlungsprofis mehr Respekt vor dem Selbstbestimmungswillen von Patienten lernen.

Propagandisten und Kurpfuscher haben ausgedient

An vornehmster Stelle aber hilft dieser Urteilsspruch all denen, die sich sorgen, ob ihnen auch ein Lebensende in Menschenwürde ermöglicht werden wird.

Und solche Sorge treibt ja doch fast alle um.

Hier war auch bislang das Einfallstor für so haltlose Propagandisten der assistierten Selbsttötung, wie sie teilweise in der Schweiz, aber auch in Person des Hamburger Ex-Senators Roger Kusch mit seiner bizarren Selbsttötungsmaschine Schlagzeilen machten.

Mit dem heutigen Urteil sollte für solche Kurpfuscher des Schicksals der Markt leergeräumt sein.

Das Urteil lässt sich ganz klar auf Sorgen vieler Menschen vor hoffnungslosem Siechtum ein, und gibt jetzt jedem Menschen die rechtliche Garantie, dass er es künftig selbst in der Hand hat, wie lange er möglicherweise quälende Behandlung ertragen will. Was man in eine Patientenverfügung schreibt, oder seinem Gesundheitsbevollmächtigten als Leitlinie aufgibt, das gilt künftig auch gegenüber der Krankenhaus- oder der Heimleitung - aber auch gegenüber dem Staatsanwalt.

Kein "Sterben leicht gemacht"


Hier hat ja schon der Gesetzgeber durch das neue Patientenverfügungsgesetz von 2009 gute Vorarbeit geleistet. Jetzt halten sich auch die höchsten Strafrichter an diese Gedanken zur Selbstbestimmung des Patienten, aber auch zu den Forderungen des Lebensschutzes.

Denn dieses Urteil ist ja wiederum kein Spruch im Sinne von "Sterben leicht gemacht".


Es unterstützt gewiss nicht bedenkliche Entwicklungen wie sie heute etwa schon in Holland mit der Propaganda für Sterbepillen für alte Menschen zu beobachten sind. Es gilt ganz klar, dass nicht jeder in Verstimmung diffus geäußerte Todeswunsch das Ende lebenserhaltender Behandlung bedeuten darf.

Der Patientenwille muss klar belegt sein.

Fehleinschätzungen oder gar Erbschleichereien von nahen Verwandten dürfen keine Grundlage für einen Behandlungsabbruch werden:

Das bleibt weiterhin höchste menschliche ärztliche und richterliche Herausforderung.

http://www.tagesschau.de/kommentar/komme...behilfe100.html

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Von Inaaa -
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#3

RE: Sterbehilfe

in Der Tod setzt keine Grenze 26.06.2010 09:41
von Inaara • 13.980 Beiträge

Selbstbestimmung im Notfall

Für den Notfall kann man mit gesetzlichen Regelungen vorsorgen


Warum zusätzlich eine Patientenverfügung zum humanen Sterben?

Ohne entsprechende Patientenverfügung droht ein jahrelanges Dahinsiechen, welches auch bevollmächtigte Angehörige dann kaum verhindern können.

Auch ein völlig normaler ärztliche Eingriff bedarf der Einwilligung des Patienten. Ist er willensunfähig, kann dies ersatzweise sein Bevollmächtigter vornehmen. So weit, so gut.


Probleme gibt es allerdings beim Verzicht auf lebenserhaltende Maßnahmen (Sterben-Lassen). Auch Bevollmächtigte dürfen dann zumindest keine eigenmächtige Entscheidungen treffen.


Selbst in aussichtsloser Situation müsste ggf. mit hohem Aufwand (Zeugenbefragung, eidesstattliche Erklärung, gerichtliches Verfahren) der mutmaßliche Wille des Patienten ermittelt werden.

Warum zusätzlich eine Patientenverfügung zum humanen Sterben?

Ohne entsprechende Patientenverfügung droht ein jahrelanges Dahinsiechen, welches auch bevollmächtigte Angehörige dann kaum verhindern können.

VOLLMACHTEN als Formulare

Sie finden hier zwei einander ergänzende Vorsorge-Vollmachten zum Herunterladen für finanzielle Angelegenheiten ebenso wie für gesundheitliche (dann auch Gesundheitsvollmacht genannt).

Zur STANDARD-Patientenverfügung:

ZWEITBESTE Wahl zur Grundabsicherung

http://www.patientenverfuegung.de/vollmachten-und-formulare

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#4

RE: Sterbehilfe

in Der Tod setzt keine Grenze 22.10.2010 17:38
von Inaara • 13.980 Beiträge

Die Hintergründigkeit priesterlicher Sterbebegleitung

Sogar beim letzten Sakrament, der Krankensalbung – kurz vor dem Leibestod –, geht es vielfach ums Geld.

Die „Letzte Ölung“ hat ihre tiefste Wurzel zunächst einmal in der frühen Volksmedizin.

Bestimmte Arten von Öl haben ja eine desinfizierende Wirkung. Schon in der Antike wusste man, daß Anwendungen mit Öl heilen können. Man stellte sich nun vor, Öl könnte sowohl für den Körper wie auch für die Seele heilend sein, ja das Öl könne sogar Teufel austreiben. Daraufhin haben schon die Priester in der heidnischen Zeit diese Salbung mit Öl an sich gezogen und daraus ein Ritual gemacht. Sie salbten z.B. Könige, sie salbten Priester.

Auf jeden Fall wurde durch dieses Salbungsritual das – verpflichtende – Band zwischen Priesterkaste und dem jeweiligen Amtsträger fester geknüpft.


Die ersten Christen kannten zwar die Heilwirkung von Ölen, schätzten sie als wohltuend und heilend für den Körper und wendeten sie entsprechend an. Doch bei ihnen konnte jeder diese Ölung bzw. Salbung vornehmen. Wir wissen ja aus dem Neuen Testament, daß eine „Sünderin“ die Füße des Jesus von Nazareth salbte.

Die Jesuiten Matthew und Dennis Linn schreiben zu diesem Thema folgendes: „Bis zum 8. Jahrhundert wurde die Salbung durch Laien nicht nur geduldet, sondern ermutigt. Später jedoch blieb die Salbung dem Priester vorbehalten.“ (Matthew und Dennis Linn, „Beschädigtes Leben heilen“, Graz 1984, S. 40)

Auch hier haben also die Priester etwas an sich gerissen, monopolisiert, zum Ritual erhoben; damit machten sie sich unentbehrlich – nur sie konnten dieses Ritual durchführen.


Sie begleiteten dann den Menschen auf seinem letzten Weg und vermittelten ihm in magischer Weise den Eindruck, nur sie wären in der Lage, ihm beim Sterben behilflich zu sein. Möglicherweise geschah das auch mit dem Hintergedanken, daß das Letzte, was dieser Mensch sieht, ein Priester und ein kirchliches Ritual sein soll,

ein Bild, mit dem er dann ins Jenseits geht und an das er auch als Seele gebunden bleibt.

In vielen heidnischen Kulten gibt man den Verstorbenen etwas mit und meint, man könne über diese Beigabe im Diesseits auf seine Seele im Jenseits Einfluss ausüben.


In der Praxis ist jedoch die „Letzte Ölung“ heute ein sehr mit Angst besetztes Sakrament, weil auf diese Weise der Priester zu einer Art Todesboten wurde. Steht er mit dem Ölfläschchen im Türrahmen, ist das für den Kranken oder Sterbenden oft gleichbedeutend mit: Jetzt ist der Sensenmann da.

Gerade in Sterbefällen ist auch aus einem anderen Grund sehr große Wachsamkeit geboten, denn viele Menschen vererben in ihren letzten Stunden der Kirche noch einen Großteil ihres Vermögens.


Es sind Fälle bekannt, daß die gesetzlichen Erben völlig entsetzt reagierten, als sie erfuhren, daß kurz vor dem Hinübergehen in Gegenwart des Priesters noch Überschreibungen von Vermögen an die Kirche stattgefunden hatten.

Es handelt sich also bei der „Letzten Ölung“ um ein Sammelsurium von äußeren Salbungsritualen aus dem Heidentum, verbunden mit ganz praktischen Erwägungen und Absichten:

Hier wird jemand endgültig in den kirchlichen Leib hinein gesalbt, und dann kann er vielleicht noch im Irdischen etwas für die Kirche tun.

Ein „ketzerischer“ Gedanke dazu: Der Mensch auf dem Totenbett glaubt angesichts des Ölfläschchens den „Sensenmann“ zu sehen. Das stimmt in vielen Fällen – denn dieser Sensenmann sägt gleichsam die letzte Habe des Sterbenden ab.

Es war sehr schlimm mit der Erbschleicherei.
Schon in der Antike predigte die Kirche zum Teil, es sei eine Sünde, etwas an seine Kinder zu vererben. Man hat somit den Menschen nahegelegt:

Wenn ihr wirklich gute Kirchenchristen sein wollt, dann spendet ihr euer Vermögen der Kirche und gebt es nicht euren Kindern.

Das ist vermutlich auch der wahre Grund für den Zölibat gewesen:
Damit konnte ausgeschlossen werden, daß die Priester von dem Kircheneigentum etwas an eventuelle Nachkommen legal vererben. Die illegalen Nachkommen waren im Erbe ohnehin nicht zu berücksichtigen.

Bereits im 4. Jahrhundert nahm die Erbschleicherei durch den damaligen Papst Damasus derart krasse Formen an, daß der Kaiser eingreifen musste.


Um nicht in den Verdacht der Ketzerei zu gelangen, hinterließen später im Mittelalter viele Grundbesitzer oder Pächter bei ihrem Tode einen Teil ihres Grund und Bodens oder ihres Vermögens der Kirche.

Denn auch ein Toter konnte noch der Ketzerei angeklagt werden, um den Nachkommen das gesamte Erbe zu rauben.

Papst Alexander III. verfügte bereits 1170, daß kein Testament gültig sei, das nicht in Gegenwart eines Priesters verfasst worden war.

Jeder weltliche Notar, der ein Testament aufstellte, ohne diese Vorschrift des Papstes zu beachten, wurde mit dem Kirchenbann bestraft.

Die Kirche beanspruchte für sich das alleinige Recht, ein Testament gerichtlich zu bestätigen.
Testamentarische Erbschaften an die Kirchen galten laut Kirche als verlässliches Hilfsmittel, um die Leidenszeit im Fegefeuer zu verkürzen. So machte die Angst vor ewigen Höllenstrafen die Gläubigen nicht nur krank, sondern sie brachte und bringt weiterhin der Kirche einen schönen Batzen Geld ein. (Nach Will Durant, „Kulturgeschichte der Menschheit“, Band 6, S. 454) –

Leider ist heute die Grauzone recht groß. Selten kommt so ein Skandal an die Öffentlichkeit, aber wer ein bisschen herum hört, der erfährt, daß es doch oft noch so praktiziert wird.

Von Interesse ist die Frage:

Wenn ein Sterbender dieses letzte Sakrament nicht empfängt – kann seine Seele dann trotzdem in den Himmel eingehen, oder hat ihn die Kirche auch schon wieder verdammt?


Nach katholischer Theologie ist es so:

Hat der auf dem Sterbebett Liegende an eines der katholischen Dogmen nicht geglaubt oder beispielsweise – wie sich neulich der jetzige Papst ereiferte – „ohne Trauschein“ in einer Partnerschaft gelebt, so befindet er sich im Zustand schwerer Sünde. Wird jetzt nicht noch der magische Akt einer Beichte vollzogen, dann landet die Seele dieses Sterbenden nach kirchlicher Sichtweise zweifellos in der ewigen Hölle.

Die Letzte Ölung versucht man mit einer Art Absolution zu verbinden.


Ist der Sterbende noch in der Lage, seine Sünden zu bereuen, kann ihm also die Salbung aus dem Fläschchen in letzter Sekunde noch die „Rettung“ bringen.
Übrigens auch eine merkwürdige Vorstellung von Gerechtigkeit!

Ist der Sterbende nicht mehr in der Lage, die Salbung aus diesem Fläschchen zu empfangen, und stirbt er im Zustand einer „schweren Sünde“, so ist er – laut Kirche – ewig verdammt.


Angesichts all dieser Tatsachen gewinnt man den Eindruck, es gäbe mehr ewig Verdammte als Heimgekehrte.

Und es ist in der Tat so.


Nach kirchlichem Urteil schmort der größte Teil der Menschheit bereits jetzt in der Hölle, und der größte Teil der jetzt Lebenden würde sich dort ebenfalls einfinden, wenn die katholische Lehre der Wahrheit entspräche.

Der Papst ist doch der „Lenker des Weltkreises“. Wohin lenkt er die Menschen? In den Himmel zu Gott oder in die ewige Verdammnis, in die Hölle? –


Die Antwort auf diese Frage kann nur lauten:

Nach seiner eigenen Auffassung, den größten Teil in die Hölle. Denn die Dogmen, die er verkündet, werden vom größten Teil der Menschen nicht geglaubt, geschweige denn befolgt. Folglich fahren sie nach Meinung des Papstes in die Hölle ...

http://www.himmels-engel.de/deutsch/default_de.htm

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Von Inaaa -
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#5

DAS STERBEN UND DER TOD

in Der Tod setzt keine Grenze 06.11.2013 12:58
von Inaara • 13.980 Beiträge

DAS STERBEN UND DER TOD

GOTT

http://www.lichtweltverlag.com/de/angebo...ht-ii/index.php
http://www.lichtweltverlag.com/de/angebo...gital/index.php

7. Kapitel
Das Sterben ist die Geburt ins Sein.

In deinen ewigen Geist. Der Tod ist eine Illusion!

Man will nicht sterben, wenn man glaubt, dass man tatsächlich stirbt.
Wenn du glaubst, dass ein „Auslöschen“ deiner Existenz die Folge ist, dann kannst du nicht loslassen und dich dieser Verwandlung hingeben. Auch ist es die Angst vor dem Ungewissen, vor dem, was kommt, die dich daran hindert, diesen Vorgang in Ruhe und im Wissen um die Dinge, wie sie sind, geschehen zu lassen.
L o s l a s s e n.
Sobald du weißt, dass du weiterlebst, gibt es keine Angst, und das Sterben ist eine Geburt. Der Übergang in eine neue Seinsform. Mit Freude! Erlangt durch dein Verstehen und Begreifen der Zusammenhänge, um deine wahre Natur. Sterben ist wie einschlafen. Hast du Angst davor?

Wohl kaum; da dir dieser Vorgang vertraut ist, gibst du dich gerne der Müdigkeit hin.
Um aufzuwachen in der Traumebene. Das Sterben ist das „letzte Einschlafen“ deines Körpers, um aufzuwachen auf der Ebene des Geistes. Deines Geistes. Deines ewigen Geistes.

Das Ablegen des Körpers ist eine Befreiung, und der Vorgang des Sterbens ist die Wandlung.
Wie die der Raupe zum Schmetterling. Sich herausschälen aus der Begrenzung dieser Erfahrungsrealität, um aufzusteigen in die ewige Freiheit des Geistes.

Was du zurücklässt, ist dein Ego.
Hast du dich zu sehr damit identifiziert, kannst du nicht loslassen. Je stärker deine Bindung an dein Ego ist, desto schwerer gelangst du in die ruhige Gelassenheit, die diesen Vorgang zu dem macht, was er ist: ein Ereignis der Freude, da du wieder in deine umfassende Bewusstheit gelangst.

Der Tod erzeugt die Furcht dort, wo in Furcht gelebt wird.
Findest du in deine Freude, wird auch diese deine „letzte“ Verwandlung in Erhabenheit und im Licht geschehen.
Je näher du in deine geistige Abstammung, deine spirituelle Essenz gelangst, desto vollkommener und lichter wird dieser Austritt aus deinem Körper sein.

Das Hinübergleiten in deine Seinsdimension ist ein Festtag!
Durch das Auflösen und Erlösen von Mustern, die dich von deiner Wahrnehmung abhalten, gelangst du in deine umfassende Selbst-Wahrnehmung. Und das „Sterben“ ereignet sich auf der Ebene des Selbst.

Es gibt nichts was du nicht entbehren kannst oder wovon du dich nicht trennen willst. Du lässt los und gelangst in die Realität deines ewigen Geistes.


Der Ausdruck der festen Körperlichkeit wird von dir genommen. Du bist Geist und Sein.
Du bist der, der du immer schon warst. Mit dem Sterben sind so viele Ängste und Unsicherheiten verbunden, dass es unerlässlich ist, darüber Klarheit zu erlangen. Diese erhältst du, sobald du zulässt, dass du mehr bist als Körper, und dass hinter den Vorstellungen, Blockaden und Ängsten deine wahre Natur darauf wartet, erlöst zu werden.

Dem „Sterben“ die Angst zu nehmen, damit die Menschen ins Leben gelangen -, denn das Leben ist ewig.
Von Anbeginn der Zeit, von Ewigkeit zur Ewigkeit.

Der Tod ist eine Täuschung!
Dieses zu durchschauen, bringt dir das Leben. Deine wahre Dimension begreifen, um deinen Sinn, deine Aufgaben und deine Entwicklungsmöglichkeiten hervorzubringen.

Der Tod ist Leben – in einer anderen Form.
Und das Sterben ist das Geborenwerden in dieses andere Sein. In dein Sein. In dein umfassendes, multidimensionales und allumfassendes Bewusstsein. Du legst alle Begrenzungen ab. Entwickelst du dein Bewusstsein in dieser Lebensrealität dahin, dass du nicht nur aus „Fleisch und Blut“ bestehst, gewinnst du einen vertrauten Zugang zu deiner Vielfältigkeit.

Du kennst die Zuordnungen und die Zusammenhänge.
Du hast einen Körper, bist aber nicht der Körper.

Sobald dein Geist das erfasst hat, entweicht die Anspannung – um den Tod und um das Sterben.
Der Tod ist eine Illusion! Alles Leben ist ewig!
Darum ist es so notwendig, dass du dich für das Licht öffnest. Um in dein Herz zu gelangen. Von dort aus triffst du die richtigen Zuordnungen. In deinem Herzen sind alle Antworten.

Dein Herz weiß Bescheid um das Sterben und den Tod.
Dein Herz kennt die Funktionsweise des Universums. Gelangst du in dein Herz, so gelangst du ins Wissen. Diese Erfahrung gibt dir Gewissheit, dass du Geist bist und dass dein Körper der Tempel ist, in dem dein Geist wohnt, so lange du hier weilst.
Pflege deinen Tempel, sei aber bereit, ihn aufzugeben, wenn deine Stunde kommt.

Sei bereit, zurückzukehren an deinen Ursprung. Sei bereit, loszulassen, wenn dich der Vater ruft. Nichts stirbt,
denn alles verändert sich unaufhörlich.


Nichts geht verloren oder „stirbt“. Du bist Licht.

Auch auf den dichteren Ebenen des Seins.
Du nimmst verschiedene Formen an, so, wie du deine Kleider wechselst. Immer aber bist du du! Der, der du bist. Hinter jedem Ausdruck verbirgt sich dein ewiges Sein.

Und das gilt es, jetzt zu durchschauen.
Je näher du in diese Erfahrung gelangst, desto natürlicher wird dein Umgang mit dem Sterben und dem Tod. Dein Leben bestimmt dein Sterben und diese neue Geburt. Der Tod ist eine Illusion!

Sei bereit, geliebter Mensch – du gehst ein in die ewige Liebe Gottes.
So kläre deine Vorstellungen und falschen Annahmen dazu. Erlöse deine Ängste. Schau hin und verdränge nichts! Bringe dich in die Freiheit, um am Morgen aufzuwachen, als lebendiges Beispiel dafür, dass es den Tod nicht gibt.

Von Licht und Liebe durchdrungen und in ewiger, bewusster Anbindung an die Urquelle des Seins.
Der allumfassenden, ewigen und lebendigen Liebe.

GOTT

http://lichtweltverlag.blogspot.de/2013/...r-tod-gott.html

Angefügte Bilder:
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Von Inaaa -
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