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2. Kapitel ......... Atomare Zerstörung

in Die Thiaoouba Prophezeiung 27.08.2010 09:08
von Inaara • 14.154 Beiträge

Kapitel 2 ……….Atomare Zerstörung

Ein einziges Wort genügt um zu berichten was von dem Bildschirm reflektiert wurde.

Und das war “ Trostlosigkeit“.

Die Straße die wir beobachteten war Stück bei Stück übersät mit Hügeln, einer hinter dem anderen wie angeordnet. Einige standen getrennt, während andere direkt mitten in den Eingängen vor den Gebäuden standen. Unbemerklich zoomte die Kamera diese Szene näher an und mir wurde bald klar dass diese Hügel Fahrzeuge sein mussten, Fahrzeuge die die Form eines flachen Bootes hatten, oder ähnlich.
Um mich herum waren alle Astronauten an ihren Schreibtischen beschäftigt. Aus jeder Kugel tauchte ein langes Rohr auf, daß langsam in die Richtung des Bodens abstieg. Als das Ende des Rohres den Boden berührte, stieg eine kleine Wolke von Staub auf und ich stellte fest, daß die Fahrzeuge ebenfalls von einer starken Staubdecke bedeckt waren was sie formlos und unerkennbar machte.

Selbstverständlich hatte die Kugel die über dem Fluss schwebte, das Rohrende im Wasser. Meine Augen waren jetzt wie auf den Bildschirm geklebt, denn die Szene war ziemlich faszinierend - man hatte den genauen Eindruck als wäre man selber auf der Straße.
Meine Aufmerksamkeit wurde besonders auf einen verdunkelten Platz im Eingang eines sehr großen Gebäudes gelenkt. Ich hätte schwören können das sich dort etwas bewegte …

Ich glaubte auch, daß ich eine bestimmte Art von Nervosität unter den Astronauten feststellte. Unerwartet und mit ein paar zuckenden Bewegungen tauchte dieses “Ding“ im Licht auf. Ich war total entsetzt was ich jetzt sah.

Was meine Hostessen betrifft muss ich sagen, daß abgesehen von einigen Äußerungen die schneller gesprochen wurden und einige Ausrufe die bestimmte Gefühle anzeigten konnte man an ihren Wesen nicht sehen das sie zu überrascht waren. Wie auch immer was wir so offenbar auf dem Monitor sahen,

war eine schreckliche Kakerlake, ungefähr zwei Meter lang und 80 Zentimeter groß.

Der Leser hat zweifellos diese grässlichen kleinen Insekten die wir auch auf der Erde haben, schon mal gesehen. Sie leben besonders in heißem Klima, in den Schränken und an feuchten Plätzen. Sie geben mir bestimmt recht, wenn ich sage das sie Abscheulich sind und die größten die wir haben würden nicht mehr als fünf Zentimeter in der Länge sein. Da kann man sich schlecht einen vorstellen, mit den Maßen die ich gerade beschrieben habe. Es war wirklich Scheußlich.
Das Rohr von der Kugel fing an sich zurückzuziehen, es war immer noch einen Meter vom Boden weg, als plötzlich diese Kakerlake vorwärts eilend das sich bewegende Rohr angriff. Unsicher stoppte er wieder als auf einmal von unterhalb des Gebäudes, der reinste Schwarm von diesen Kreaturen auftauchte und sich gegenseitig überschwemmten.

Gerade in diesem Augenblick, schoss ein Strahl aus intensiven blauen Licht vom Raumschiff direkt über diesen Schwarm und verkleinerte ihn zu karbonisiertem Staub. Eine dunkle Rauchwolke verdeckte den Eingang zum Gebäude. Mit meiner Neugier erweckt schaute ich auf die anderen Bildschirme, aber sie zeigten keine weiteren Probleme mehr an. Die Kugel am Fluss war wieder auf ihrem zurück Flug zu uns und die Kugel am Hügel zog auch ihr Rohr zurück, flog etwas höher und senkte es wieder zusammen mit einem zweiten Zylinder über der Kugel.

Ich nahm an das die Astronauten Proben des Bodens, des Wassers und der Luft sammelten. Weil ich mich im Astralkörper befand konnte ich Thao keine weiteren Fragen stellen. Sie schien sowieso ziemlich beschäftigt zu sein beim konferieren mit zwei der Hostessen.

Die Kugeln fingen an sich uns zu nähern und waren bald bereit durch unser Raumfahrzeug wieder aufgenommen zu werden.
Als die Operation beendet war, nahmen Thao und die zwei erwähnten Astronauten gegenüber von ihren jeweiligen Tischen Platz. Sofort änderten sich die Bilder wieder die wir auf den Bildschirmen empfingen. Mir wurde bewusst, daß wir uns wieder auf den Weg machten als alle wieder Ihren Platz einnahmen. Ich beobachtete, daß alle Astronauten eine ähnliche Position in ihren Sitzen hatten, was mich neugierig machte.

Ich erfuhr später, daß ein Kraftfeld sie genau in dieser Position zurückhielt, genauso wie auf der Erde ein Sicherheitsgurt einen Stuntman festhalten würde.


Die Sonnen belichteten den Planeten durch einen rötlichen Nebel. Wir hatten den Platz verlassen und ich nahm an, daß wir die Konturen des Planeten in der gleichen Höhe verfolgten. Tatsächlich konnten wir sehen wie ein Wüsten Gebiet vorüberzog, zergliedert durch ausgetrocknete Flussbette die sich manchmal im rechten Winkel kreuzten. Er kam mir in den Sinn, daß diese Kanäle sein könnten oder zu mindest von Menschenhand gebaut.
Der Monitor zeigte Bilder von einer Stadt die anscheinend intakt zu sein schien, was dann wieder verschwand und das Bild wurde eine Mattscheibe. Das Raumschiff hatte offensichtlich an Geschwindigkeit zugenommen als wir über den Planeten flogen, die Bilder auf den kleineren Schirmen zeigten uns einen See oder ein inländisches Meer was sehr schnell vorbei zog.

Plötzlich wurden einige Ausrufe gehört und wir verlangsamten sofort. Die Bildschirme wurden wieder eingeschaltet die dann eine Nahaufnahme von einem See darstellten. Wir kamen zum Halt.

Wir konnten offenbar einen Teil der Küste sehen und jenseits einiger großen Felsen bei der See sahen wir Würfel-ähnliche Strukturen, welche ich mir als Behausungen vorstellte. Sobald wir angehalten hatten, fingen die Operationen der Kugeln wieder an, genau das was sie schon vorher getan hatten. Wir empfingen ausgezeichnete Aufnahmen, die von einer dieser Kugeln aufgenommen wurde. Diese schwebte über dem Strand, ich schätzte das sie ungefähr in einer Höhe von 40 bis 60 Meter war. Sein ausgestrecktes Rohr reichte bis zum Ufer hin.

Sehr klar übertrug es jetzt eine Szene von einer Gruppe von Menschen …
In der Tat auf den ersten Blick waren sie identisch zu den Menschen die auf Erden gefunden werden. Wir konnten jetzt eine Nahaufnahme von ihnen sehen.


Mitten im Bild erschien das Gesicht einer Frau von unbestimmtem Alter. Sie hatte braune Haut, mit langen schwarzen Haaren das bis zu ihren Brüsten reichte. Wir konnten auf einem anderen Schirm sehen, daß sie ziemlich nackt war. Nur ihr Gesicht schien verformt zu sein - sie war ein Mongoloid. Als ich sie erst sah war es mir nicht bewusst das sie verformt war. Ich nahm einfach an, daß wir es mit Menschen zu tun hatten die nur etwas unterschiedlich von uns Selbst waren - wie Zukunftsromanverfasser es beschreiben würden – total verstellt, mit großen Ohren oder so ähnlich.

Jetzt sahen wir wieder andere Bilder und in dieser Gruppe schienen die Männer und die Frauen, der polynesischen Rasse zu ähneln. Es lag jedoch auf der Hand das mehr als die Hälfte dieser Leute entweder verformt waren oder den Eindruck machten von einer Art Leprakrankheit befallen zu sein.

Sie schauten alle in Richtung der Kugel und Gestikulierten und schienen sehr aufgeregt zu sein. Noch viele mehr tauchten aus diesen Kubikformig aussehenden Gebäuden auf was offenbar ihre Behausungen sind, welche ich nun ein wenig mehr erklären werde.
Diese Strukturen ähnelten den Blockhäusern des zweiten Weltkrieges, zu diesen waren sehr starke Kamine angebaut (ich nahm an das die für die Ventilation der Gebäude errichtet wurden) welche nur ungefähr einen Meter über dem Boden ragten. Diese Häuser waren alle in der gleichen Orientierung errichtet und die Leute, die von ihnen auftauchten, kamen alle durch die Öffnungen heraus, die auf der Schattenseite lag....
Ohne Warnung wurde ich plötzlich zurück gezogen weg von der Richtung der Bildschirme. Ich ging durch einige Raumzellen bis ich wieder in der Kabine war wo mein Körper ausgestreckt auf der Koje lag, genau da wo ich ihn gelassen hatte. Augenblicklich wurde alles sofort vollständig schwarz um mich. Wie gut ich mich doch an diese unangenehme Empfindung erinnere, die dann folgte!
Meine Glieder waren wie Blei und als ich versuchte sie zu bewegen, war es, als ob ich gelähmt war. Ich konnte nicht verstehen was es war das mich hinderte mich zu bewegen.

Ich muss bekennen dass ich ein wenig in Panik versetzt war und wünschte mir von ganzem Herzen das ich meinen Körper wieder verlassen könnte, aber das konnte ich genauso wenig tun. Ich weiß nicht wie viel Zeit verging, bevor die Kabine stufenweise mit einem beruhigenden blaugrünen Licht gefüllt wurde. Endlich kam dann Thao herein und ich bemerkte das Sie einen anderen Anzug trug.

Es tut mir leid das ich dich so lange warten ließ Michel, aber gerade als dich dein physikalischer Körper zurückrief, war es unmöglich für mich zu kommen und dir zu helfen.

Bitte keine Entschuldigung, ich verstehe das durchaus, unterbrach ich, aber ich glaube das ich selbst ein Problem habe - ich kann mich nicht mehr bewegen. Ich bin mir sicher, irgend etwas in meinem Innern ist nicht mehr richtig angeschlossen.
Sie lächelte und legte ihre Hand gerade neben meine und ohne Zweifel betätigte dabei einen Schalter, der mich sofort wieder frei gab. Nochmals tausend Mal Entschuldigung, Michel. Ich hätte dir zeigen sollen wo der Schalter für die Steuerzelle ist, die den Sicherheitsgurt betätigt. Alle Sitze, Betten oder Kojen sind mit ihnen ausgerüstet und sie werden automatisch aktiviert, wenn sie besetzt sind und sobald die kleinste Möglichkeit einer Gefahr besteht.

Wenn das Schiff in einem gefährlichen Bereich ankommt, veranlassen die drei Sicherheits Computer das schließen der Kraftfelder, um ihren richtigen Namen zu verwenden. Wenn die Gefahr vorbei ist, öffnen sie sich wieder automatisch. Gleichzeitig, wenn wir in einer gefährlichen Zone sind und wir möchten uns frei bewegen, oder einfach um unsere Position zu ändern brauchen wir nur mit der Hand oder gerade mit dem Finger über dieser Zelle zu streichen um das Kraftfeld sofort zu neutralisieren. Wenn wir dann zu unseren Sitzen zurückgehen werden wir wieder automatisch zurückgehalten.

Ich möchte dich jetzt bitten, dich umzuziehen ich zeige dir auch wo. In diesem Raum wirst du einen geöffneten Schrankkoffer sehen, in den du deine Kleidung legen kannst, übrigens alles was du anhast außer deiner Brille. Du wirst dort auch einen Anzug finden den du anziehen sollst und danach treffen wir uns wieder hier. Thao bog sich zu mir hinunter und nahm meine Hand und half mir mit dem aufstehen. Ich war nämlich wirklich sehr steif.

Ich ging in den kleinen Raum den sie mir gezeigt hatte, zog mich vollständig aus und zog dann diesen Anzug an der mir tadellos passte. Das Überraschte mich etwas, da ich trotz meiner Größe von 178 Zentimeter, ein Zwerg war im Vergleich zu meinen Hostessen. Eine kurze Zeit später zurück in der Kabine übergab Thao mir etwas in der Form eines Armbandes, daß aber wirklich eine enorme Brille war. Ein wenig aussehend wie die Schutzbrille für ein Motorrad und es war sehr dunkel abgetönt. Ihrer Aufforderung nachkommend setzte ich sie auf, aber um das zu tun musste ich meine eigene erst entfernen da sie sonst von diesem größeren Paar vielleicht beschädigt worden wäre. Sie passte genau in die Form meiner Augenmulden.
Eine letzte Vorkehrung sagte sie. Ihre Hand in Richtung der Trennwand anhebend, gab sie auf eine gewisse Weise ein Signal frei, daß wieder ein intensives Licht erscheinen lies und ich fühlte die Intensität trotz der starken Brille. Ich bemerkte auch wieder den Strom einer kühlen Luft. Die Lichter gingen aus und der Luftzug konnte jetzt nicht mehr gespürt werden.
Thao bewegte sich nicht und schien auf etwas zu warten. Auf einmal konnten wir eine Stimme hören und darauf hin entfernte sie meine große dunkle Brille. Ich ersetzte sie mit meiner eigenen und sie bat mich ihr zu folgen.
Wir nahmen den gleichen Weg den ich ihr im Astralkörper folgte und wir fanden uns wieder im Kontrollraum.
Einer der älteren Astronauten ( ich sage älter, aber anstatt sollte ich mehr ernsthaft sagen, da sie ja fast alle ungefähr gleichaltrig aussahen ), signalisierte kurz zu Thao, die mich daraufhin zu einem Sitz vor einem Instrumenten Tisch nahm und sagte ich sollte dort bleiben.
Sie ging schnell wieder zu ihren Kollegen zurück und mir wurde klar, daß sie alle sehr viel zu tun hatten. Was mich angeht, ich fing an zu probieren ob ich das Kraftfeld auf heben konnte. Sobald ich Platz nahm wurde ich sozusagen in meinen Sitz reingezogen - ein Gefühl das ich gar nicht mochte. Eine kleine Bewegung von meiner Hand, befreite mich sofort für so lang wie ich meine Hand vor der Zelle hatte. Der Schirm zeigte ein Bild von ungefähr 500 Menschen die am Ufer nahe des Blockhauses standen. Dank der Nahaufnahmen die mit unseren Kameras möglich waren, hatten wir eine ausgezeichnete Ansicht dieser Menschen die alle ziemlich nackt waren, vom ältesten bis zum jüngsten.

Wieder konnte ich sehen, daß viele von ihnen entweder verformt waren oder hässliche Wunden zeigten.

Alle gestikulierten sie in die Richtung der Kugel, die Sand - und Bodenproben nahm aber niemand näherte sich. Die stärksten ausschauenden Männer hielten in ihren Händen was wie Macheten oder Säbel aussah. Sie schienen etwas zu beobachten. Ich fühlte einen Druck auf meiner Schulter und drehte mich überrascht um.

Es war Thao. Sie lächelte mich an und ich erinnere mich das ich da zum ersten male Ihre Schönheit und den Adel ihres Gesichtes zu schätzen wusste.

Ich habe bereits ihr Haar erwähnt das lang und Seidig war und golden-blond farbig, dieses fiel auf ihre Schultern und hüllte ein Gesicht ein das tadellos oval war. Sie hatte eine große etwas hervorstehende Stirn. Ihre blaumalvenfarbigen Augen und die langen gekräuselten Wimpern hätten bestimmt den Neid vieler Frauen von unserem Planeten erweckt. Ihre Augenbrauen schwangen aufwärts, ähnlich den Flügeln einer Seemöwe und addierte ein einzigartiger Charme.

Unter ihren Augen die manchmal funkelten und neckten, war ihre Nase, die gutproportioniert und an der Unterseite etwas flach war, welches wieder einen sinnlichen Mund betonte. Wenn sie lächelte, zeigte sie solch perfekte Zähne - so vollkommen das man fast glauben konnte das sie falsch waren - dass wieder, hätte mich sehr überrascht. Das Kinn war gut geformt aber etwas eckig, was eine bewusste männlich Entschlossenheit vorschlagen würde, aber das nahm nichts von ihrer Charme weg.
Ein kleiner Schatten von Haaren über ihrer oberen Lippe könnte dieses vollkommene Gesicht verdorben haben, wären sie nicht blond gewesen. Ich kann sehen du weißt bereits wie du dich von dem Kraftfeld befreien kannst, Michel. Ich war gerade im Begriff zu antworten, als ein fast allgemeiner Ausruf alle unsere Augen zum Bildschirm wenden ließ.

Die Menschen am Strand rannten in Massen zurück in Richtung der Behausungen und verschwanden stürzend nach innen, während draußen einige der Männer eine Linie bildeten bewaffnet mit Säbel oder Hacken, gegenübergestellt dem unglaublichsten “Ding“ das ich mir jemals hätte vorstellen können.

Eine Gruppe von roten Ameisen, jede die Größe einer Kuh, rannten hinter den Felsen heraus die auf dem Strand lagen. Sie waren schneller als Pferde im Galopp.


Die bewaffneten Männer blickten flüchtig zurück als ob sie die Geschwindigkeit verglichen mit der die Menschen in Sicherheit flüchteten, mit dem des Angriffes der kommenden Ameisen. Bereits waren diese nahe - sehr nahe…
Die Männer stellten sich tapfer gegenüber und nur mit einem Sekunden langen zögern, griff das erste Tier an. Wir konnten die Oberkiefer gut unterscheiden – jeder so groß wie der Arm eines Mannes. Erst täuschte das Geschöpf einen Angriff vor und das ermöglichte dem Mann mit seinem Säbel zuzuschlagen, aber er zerschnitt nur die Luft.

Sofort umkreiste der Unterkiefer seine Taille und trennten ihn sauber in zwei Teile. Noch ein Paar Ameisen halfen dem ersten ihn zu zerreißen, während der Rest ihren Angriff weiterhin auf die fliehenden Kämpfer fortsetzte und schnell an Abstand Gewann, - zu schnell ...


Von der Kugel schoss ein elektrisch-blauer Lichtstrahl von unausstehbarer Intensität heraus, gerade als die Ameisen die Männer eingeholt hatten. Die Kreaturen wurden alle getötet eins nach dem anderen mit einer erstaunlicher Präzision und Wirksamkeit. Kleine Rauchwolken stiegen vom verbrannten Fleisch der Tiere auf die über dem Boden verstreut waren. Ihre enormen Beine immer noch zuckend in einem letzten Muskelkrampf. Der Lichtstrahl setzte seine Verwüstung unter den Ameisen fort, Augenblicklich und systematisch vernichtete er die riesigen Insekten. Sie müssen instinktiv gewusst haben das sie diese fast Übernatürliche Kraft nicht bekämpfen konnten und hatten den Rückzug angetreten.

Alles geschah so furchtbar schnell, Thao war noch an meiner Seite auf ihrem Gesicht reflektierte der Ekel und die Traurigkeit mehr als der Zorn.


Ein anderer flüchtiger Blick auf den Bildschirm enthüllte eine neue Szene von der Kugel die die flüchtigen Ameisen in ihren eiligen Rückzug jagte aber nicht nur mit der Kamera sondern auch mit ihrem tödlichen Lichtstrahl. Der Rest des Ameisen Volkes den ich so um sechs bis siebenhundert schätzte, wurden alle dezimiert.
Nicht eine einzige überlebte.
Die Kugel flog zu ihrer früheren Position über den Strand zurück und benutzte ein Spezialwerkzeug mit dem es durch die Kadaver kämmte. Ich sah einen der Astronauten an ihrem Schreibtisch sitzen und in ihren Computer sprechen.
Dieses veranlasste mich Thao zu fragen ob sie diese Arbeit überwachte, die durchgeführt wurde. Im Augenblick ja, da diese Arbeit ursprünglich nicht vorgesehen war. Wir nehmen Proben von diesen Kreaturen und insbesondere Stücke von der Lunge, um sie zu analysieren. Wir denken das bestimmte Arten der radioaktiven Strahlung diese Mutation ausgelöst hat und diese Form von Kreatur produziert hat.
In Wirklichkeit haben Ameisen keine Lungen, aber die einzige logische Erklärung für ihre plötzliche riesigen Ausmaße ist…
Thao unterbrach ihre Erklärung kurz. Die Kamera zeigte ein Bild von den Männern die wieder aus ihren Häusern zurück kamen und wie wild zu der Kugel gestikulierten. Sie hielten ihre Arme weit offen und warfen sich auf den Boden nieder. Das Sie immer wieder wiederholten.

Können sie unser Raumschiff sehen? Fragte ich.

Nein. Wir sind in einer Höhe von 40 000 Metern und momentan sind drei Wolkenschichten zwischen dem Planeten und uns. Aber sie können unseren Satelliten sehen und ich denke, daß es der ist dem sie diese Gesten von Dankbarkeit zuweisen.
Möglicherweise sehen sie diesen Satellit als einen Gott an der sie von ihrem Untergang bewahrt hat?
Das ist schon möglich.

Kannst du mir bitte erklären, um was es hier geht? Wer sind diese Menschen?

Es würde zu lange dauern um das zu erklären Michel, besonders jetzt wo so viel angeht in diesem Schiff... aber ich kann dir deine Neugier stillen, indem ich es kurz erkläre. Diese Menschen sind, in einer Weise die Nachkommen bestimmter Vorfahren von Menschen, die heute noch auf deinem Planeten leben. Es ist eine Tatsache das vor ungefähr 250 000 Erdjahren eine Gruppe von ihren Vorfahren einen Kontinent auf der Erde bevölkerten. Sie besaßen hier eine Zivilisation die sehr weit fortgeschritten war, aber sie bauten zwischen sich selber enorme politische Mauern auf und schließlich vor 150 Jahren zerstörten sie sich selbst mit dem Atom.
Meinst du einen Atom-Krieg?

Ja, welcher durch eine Kettenreaktion ausgelöst wurde. Wir kommen von Zeit zu Zeit um Proben zu nehmen und um die stärke der Radioaktiven Strahlung zu studieren die in verschiedenen Regionen noch besteht. Und manchmal wie gerade vor einigen Momenten, helfen wir ihnen auch.

Aber sie müssen ja denken das ihr Götter seid, nachdem was ihr gerade getan habt!’


Thao lächelte und nickte mit ihrem Kopf. Na ja, das ist zweifellos wahr, Michel. Sie sehen uns als Götter an, genau wie auf eurem Planeten bestimmte Leute von deinen Vorfahren uns auch als Götter gesehen haben. Heute noch, sprechen sie von uns…
Ich muss wohl meine Überraschung gezeigt haben da mir Thao einen Blick ihrer Belustigung zuwarf. Ich erwähnte schon früher, daß meine Erklärung ein wenig voreilig ist. Wir werden noch viel Zeit haben um auf dieses Gespräch zurück zukommen. Außerdem ist es der Grund warum du hier bist. Mit dem entschuldigte sie sich und nahm ihren Platz vor einem Monitor-Schreibtisch wieder ein.
Die Bilder veränderten sich schnell auf dem Bildschirm. Die Kugel war auf dem Rückweg nach oben und wir hatten jetzt eine vollständige Aussicht über den ganzen Abschnitt dieses Kontinentes, auf dem ich an bestimmten Orten grüne und braune Flecken bemerkte.

Die Kugel fand wieder ihren Landeplatz innerhalb des Schiffes und daraufhin reisten wir ab. Wir flogen über den Planeten mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit und ich erlaubte dem Kraftfeld mich in meinem Lehnsessel festzuhalten. Auf dem Schirm sahen wir das Wasser von einem unermesslichen Ozean. Wir konnten jetzt aber eine Insel vom Wasser unterscheiden, die schnell Größer wurde.
Es schien eine sehr niedrige Insel zu sein, obgleich das schätzen von Entfernungen für mich ein richtiges Problem war. Das gleiche Verfahren bereits beschrieben, wurde wiederholt. Wir stoppten über der Küste und dieses Mal verließen vier Kugeln das Raumfahrzeug in Richtung dieser Insel. Auf dem Bildschirm konnte ich einen Strand sehen den die Kamera absuchte. Am Rande des Wassers lag etwas, was aussah wie starke Platten, um sie herum waren einige nackte Männer versammelt -gleichaussehend wie vorher.

Es schien sie hätten die Kugel nicht gesehen und ich nahm an das sie in einer viel höheren Position war als vorher, trotz der überaus scharfen Bilder die wir empfingen.


Auf dem Schirm konnten wir beobachten wie die Männer jetzt eine der Platten in die Wellen trugen. Sie schwamm als ob es von Kork gebaut war. Die Männer zogen sich an der Platte hoch ergriffen die großen Ruder und lenkten geschickt das Boot in die hohe See hinaus. Als sie einen guten Abstand vom Ufer hatten warfen sie Fischleinen ins Wasser und zu meiner Überraschung, fast sofort zogen sie Fische hoch die von einer beachtlichen Größe waren.

Es war ziemlich faszinierend zu beobachten wie diese Menschen überlebten, aber für uns fähig zu sein ihnen zu helfen, war als ob wir Götter wären.


Ich hatte mich vom Kraftfeld befreit und wollte die anderen Bildschirme studieren die unterschiedliche Bilder empfingen. Gerade als ich im Begriff war von meinem Sitz aufzustehen empfing ich einen Auftrag, ohne einen Ton zu hören:


Bleibe wo du bist, Michel. Ich war sprachlos. Er war, als ob die Stimme innerhalb meines Kopfes war.

Ich drehte meinen Kopf in die Richtung von Thao und sie lächelte mir zu. Ich entschied mich dazu etwas zu versuchen und dachte so stark wie ich konnte, Telepathie ist großartig nicht wahr Thao? Selbstverständlich, antwortete sie auf die gleiche Weise.
Es ist wunderbar. Kannst du mir bitte sagen was im Moment die Temperatur ist dort unten?
Sie überprüfte die Daten an ihrem Instrumententisch, achtundzwanzig dein dir bekanntes Grad Celsius. Am Tag ist die durchschnittliche Temperatur achtunddreißig Grad. Ich dachte für mich, wenn ich taub und stumm wäre, könnte ich mich mit Thao genauso leicht verständigen als mit dem gesprochenen Wort. Genau, mein Freund.

Ich schaute Thao überrascht an. Das waren persönliche Gedanken und trotzdem hatte sie meine Gedanken gelesen. Ich war ein wenig entsetzt bei dem. Sie gab mir ein breites Lächeln. Mach dir keine Sorgen, Michel. Ich machte nur Spaß und ich bitte dich mir zu verzeihen. Normalerweise lese ich nur deine Gedanken, wenn du mir eine Frage stellst. Ich wollte dir nur demonstrieren, was in diesem Gebiet möglich ist, ich werde es nicht wieder tun.
Ich erwiderte ihr Lächeln und konzentrierte mich wieder auf den Bildschirm. Dort konnte ich eine Kugel sehen direkt am Strand, sehr nahe einer Gruppe von Männern die sie scheinbar nicht gesehen hatten. Diese Kugel entfernte Sandproben von einer Stelle ungefähr 10 Meter von der Gruppe.

Telepathisch fragte ich Thao warum diese Leute nicht imstande waren die Maschine zu sehen.
Es ist Nacht, antwortete sie. Nacht? Aber wie kommt es das wir alles so klar sehen können?
Spezielle Kameras, Michel – so ähnlich wie bei euch Infrarot ist.


Jetzt verstand ich besser warum die Bilder die empfangen wurden, weniger leuchtend waren, als die von vorher. Dennoch waren die Nahaufnahmen ausgezeichnet. Gerade nachfolgend sahen wir ein weiblich aussehendes Gesicht auf einem der Monitors. Es sah einfach schrecklich aus. Das arme Geschöpf hatte eine enorm klaffende Wunde da wo ihr linkes Auge hätte sein sollen. Ihr Mund war auf der rechten Seite ihres Gesichtes und erschien als eine kleine Öffnung mitten in ihrem Kiefer, um die herum waren Lippen die zusammengeschweißt schienen. Auf der Oberseite ihres Kopfes hing ein armseliger Büschel von Haaren.

Wir konnten jetzt ihre Brüste sehen und diese wären auch sehr hübsch gewesen, wenn eine davon nicht eine eitrige Wunde auf der Seite gehabt hätte. Mit solch aussehenden Brüsten müsste sie noch ziemlich jung sein, fragte ich?
Der Computer meint, sie ist 19 Jahre alt. Radioaktive Strahlung? Ja natürlich. Andere Leute erschienen und einige von ihnen sahen total normal aus. Da waren auch Männer unter ihnen mit einem sehr athletischen Bau, die schienen in ihren zwanziger Jahren zu sein.

Wie alt ist der älteste davon? Weißt du das?

Zurzeit haben wir keine Daten von jemand älter als 38 Jahre und ein Jahr auf diesem Planeten ist 295 Tage und 27 Stunden. Wenn du jetzt auf den Schirm schaust, kannst du eine Nahaufnahme vom genitalen Bereich des stattlich und athletisch aussehenden jungen Mannes sehen.

Du hast bestimmt bemerkt das die Genitalien total verkümmert sind.

Wir haben bereits von vorhergehenden Expeditionen ausgewertet, daß es sehr wenige Männer gibt, die wirklich zur Weiterverpflanzung fähig sind - und doch gibt es viele Kinder. Es ist der Überlebens Instinkt aller Rassen, sobald wie möglich wieder zu reproduzieren. Die wohl offensichtliche Lösung würde sein, daß die Männer die zur Fortpflanzung fähig sind, sozusagen die Zuchthengste dafür sind.

Ich denke das dieser Mann da wohl einer von ihnen sein muss. In der Tat zeigte die Kamera einen Mann von ungefähr 30 Jahren, welcher offensichtlich das besaß was notwendig war um Nachwuchs zu produzieren.


Wir sahen auch viele Kinder kommen und gehen die zwischen den kleinen Lagerfeuern herumliefen, an denen Essen gekocht wurde. Die Männer und die Frauen, die am Lagerfeuer saßen nahmen gekochte Stücke und teilten sie mit den Kindern. Es schienen Holz Feuer zu sein, aber ich konnte nicht sicher sein. Sie schürten es mit etwas, was eher wie Steine aussah. Hinter den Feuern waren Platten ähnlich wie die Boote die wir früher sahen, diese waren zusammen gestellt und stellten eine Art Schutzwand dar, was ziemlich Gemütlich aussah.
In der Sichtweite der Kamera konnte man keine Bäume sehen, aber vielleicht gab es doch welche da ich vorher grüne Felder gesehen hatte, als wir über den Kontinent flogen.
Zwischen zwei Hütten erschienen einige kleine schwarze Schweine, verfolgt von drei wütenden gelben Hunden, nur um hinter einer anderen Hütte schnell wieder zu verschwinden. Ich war sprachlos und konnte mir nicht helfen, mich zu wundern, ob ich wirklich auf einen anderen Planeten hinunterschaute.

Diese Menschen sahen mir gleich oder eher wie Polynesier und hier waren auch Hunde und Schweine. Er war alles mehr und mehr Überraschend…

Die Kugel war jetzt auf ihrem zurückweg und ohne Zweifel auch die anderen Kugeln die durch Schirme überwacht wurden, welche ich aber nicht von meiner Position aus sehen konnte. Die Operation Rückkehr zum Schiff wurde eingeleitet und alle Kugeln wurden wieder aufgenommen ohne jeden Zwischenfall, genau wie vorher. Ich nahm an, daß wir im Begriff waren wieder zu gehen, so machte ich mich in meinen Sitz bequem und ließ mich folglich vom Kraftfeld wieder zurückhalten.

Einige Momente später erschienen die Sonnen des Planeten, zwei in der Anzahl und dann verschwand alles schnell wieder, gerade sowie es war als wir die Erde verließen.


Nach einiger Zeit was ziemlich kurz erschien, wurde das Kraftfeld neutralisiert und mir wurde klar das ich wieder frei war und meinen Sitz verlassen konnte. Dieses war ein gutes Gefühl. Ich sah das Thao in meine Richtung kam begleitet von zwei der ältesten der Astronauten, wenn ich so sagen kann. Ich blieb neben meinem Sitz vor den drei Astronauten stehen. Um zu Thao hochzuschauen musste ich meinen Kopf anheben, aber als sie mich in französisch dem Ältesten von ihnen vorstellte, fühlte ich mich sogar noch kleiner.

Diese zwei waren leicht einen Kopf größer als Thao.


Ich war wieder vollständig erstaunt als Biastra obgleich etwas langsam in einem gutem französisch zu mir sprach. Sie setzte ihre rechte Hand auf meine Schulter und sagte, es freut mich dich an Bord zu haben, Michel.
Ich hoffe, daß es dir gut geht und das es fortwährend so bleiben mag. Kann ich dir Latoli vorstellen, zweiter Kommandant von unserem Raumfahrzeug, ich selbst bin das was du einen Oberbefehlshaber der Alatora 1 nennen würdest.
Sich nach Latoli wendend sprach sie einige Worte in ihrer eigenen Sprache und Latoli legte ebenfalls ihre Hand auf meine Schulter. Mit einem warmen Lächeln wiederholte sie langsam meinen Namen mehrmals, wie jemand es tun würde der Schwierigkeiten hat eine neue Sprache auszusprechen. Ihre Hand blieb auf meiner Schulter liegen und ein Gefühl des Wohlseins eine definitive flüssige Empfindung, durchfloss meinen Körper.

*Alatora, ist der Name, für ihr Superlangstreckenraumfahrzeug.


Ich war offensichtlich so überrascht davon das alle drei anfingen zu lachen. Meine Gedanken lesend, versicherte mir Thao das alles in Ordnung war. Michel, Latoli besitzt ein spezielles Talent, obgleich es nicht selten ist unter unseren Menschen. Was du eben erlebt hast ist eine Flüssigkeit die von ihr ausströmte, sie ist magnetisch und ist sehr nützlich für dich. Es ist wunderbar sagte ich begeistert, mein Kompliment an Latoli.

Ich wendete mich dann an die zwei Astronauten und sprach: Für euer Willkommen bedanke ich mich, aber ich muss gestehen ich bin absolut verblüfft dabei, was alles mit mir geschieht. Es ist wirklich das unglaublichste Abenteuer für einen Erdenbürger wie mich. Obgleich ich immer an die Möglichkeit geglaubt habe, daß auch andere Planeten vielleicht bewohnt sind von Menschen ähnlichen Wesen, habe ich trotzdem noch eine schwere Zeit mich selber zu überzeugen das dieses nicht nur ein fantastischer Traum ist.
Ich hatte häufig Diskussionen über Telepathie, Außerirdische Wesen und was wir fliegende Untertassen nennen, mit Freunden bei uns auf Erden. Aber das waren nur Worte und großartige Phrasen, die in der Unwissenheit gesprochen wurden. Jetzt habe ich den Beweis dafür was ich schon so lange vermutete, was das Bestehen des parallelen Universums die Dualität unserer Wesen und andere unerklärte Begebenheiten angeht. Das alles zu erfahren in diesen letzten Stunden nimmt mir einfach den Atem weg.
Latoli, hatte meinen Monolog bewundert und sprach in Worten die ich nicht verstand, aber Thao übersetzte es sofort für mich.

Latoli, versteht deinen Geisteszustand sehr gut, Michel. Genauso wie ich, erwiderte auch Biastra.


Wie konnte sie verstanden haben, was ich sagte? Sie hat telepathisch deinen Verstand abgehört während du gesprochen hast. Du kannst dir wohl denken das die Telepathie nicht beschränkt ist, im Gegensatz zu Sprachen. Mein ersichtliches Erstaunen amüsierte sie und ein unaufhörliches Lächeln spielte auf ihren Lippen. Biastra sprach nun zu mir.
Michel, ich werde dich nun dem Rest der Mannschaft vorstellen, wenn du mir bitte folgen möchtest. Sie führte mich an der Schulter zum entferntesten Schreibtisch, an dem drei Astronauten die Instrumente überwachten. Ich hatte mich diesen Schreibtischen noch nicht genähert auch nicht im Astralkörper.

Ich hatte bis jetzt auch noch nicht bemerkt wie eigentlich die Schrift auf diesen Komputers aussah. Ein flüchtiger Blick den ich jetzt auf sie warf stellte mich vollständig auf den Kopf.


Die Ziffern vor meinen Augen waren alle auf Arabisch geschrieben! Ich weiß, daß der Leser genauso überrascht ist wie ich es war, aber es ist eine Tatsache. Die 1, die 2, die 3, die 4 usw. die auf den Monitoren erschienen waren den Ziffern gleich, die wir auf Erden haben.

Biastra beachtete mein Erstaunen. Es ist schon wahr Michel, du bekommst eine Überraschung nach anderen. Denke bitte nicht, daß wir Spaß auf deinen Unkosten haben wir verstehen total deine Bewunderung. Alles wird sich für dich aufklären, alles in guter Zeit.
Bitte erlaube mir jetzt, dir Naola vorzustellen.
Der erste der Astronauten stand auf und drehte sich in meine Richtung. Sie legte ihre Hand auf meine Schulter, wie es Biastra und Latoli getan hatte. Es kam mir in den Sinn, daß diese Geste unserem Händedruck entsprechen musste. Naola sprach zu mir in ihrer eigenen Sprache und dann wiederholte sie meinen Namen drei mal, als ob sie den für immer in ihr Gedächtnis einprägen wollte.
Sie war ungefähr die gleiche Größe als Thao. Diese gleiche Zeremonie wiederholte sich jedes mal, wenn ich vorgestellt wurde und so machte ich offiziell die Bekanntschaft von allen Mitgliedern der Mannschaft.

Da war eine auffallende Ähnlichkeit zwischen ihnen. Ihr Haar zum Beispiel änderte sich nur in Länge und im Farbton, die von einem dunklen Kupfer-Ton bis zu einem leicht golden-blond reichten. Einige hatten längere oder mehr breitere Nasen als andere, aber alle hatten Augenfarben die mehr hell, anstatt dunkel waren und alle hatten sehr gepflegte und gut-geformte Ohren.
Latoli, Biastra und Thao luden mich ein in einem der bequemen Sitze Platz zu nehmen. Als wir alle bequem saßen, bewegte Biastra ihre Hand in einer bestimmten Weise nahe der Armlehne ihres Sitzes und ich sah, in der Luft schwebend - vier runde Servierbretter auf uns zukommen. Jedes trug einen Behälter mit einer gelblichen Flüssigkeit und eine Schüssel von etwas was weißlich aussah, mit der Konsistenz ähnlich wie Zuckerwatte aber in granulierter Form.

Flache Zangen dienten als Gabeln. Die Tablette kamen auf den Armenlehnen unserer Sitze zum Stillstand. Ich war sehr fasziniert davon. Thao schlug vor ihr zu folgen in was sie tat und etwas von dieser Erfrischung zu nehmen. Sie nahm einen kleinen Schluck von ihrem Glas und ich tat es ebenfalls und fand es durchaus als ein angenehm schmeckendes Getränk, ähnlich einer Wasser-Honig Mischung.

Meine Begleiter benutzten die Zangen um die Mischung in den Schüsseln zu essen. Ihrem Beispiel folgend schmeckte ich zum ersten Mal was wir auf Erden Manna nannten. Ähnlich wie Brot, es ist jedoch extrem leicht und ohne irgendein bestimmtes Aroma. Ich hatte nur die Hälfte der Menge in meiner Schüssel gegessen, als ich mich bereits satt fühlte, was mich überraschte, die Konsistenz dieser Nahrung in Betracht ziehend. Ich beendete mein Getränk und obgleich ich nicht sagen konnte das ich in feiner Art gespeist hatte war es mir sehr Wohl und ich war weder hungrig noch durstig.

Hättest du lieber ein französisches Mahl bevorzugt, Michel? Sagte Thao, mit einem Lächeln auf ihren Lippen.
Ich lächelte nur, aber Biastra lachte laut auf.


Gerade dann, lenkte ein Signal unsere Aufmerksamkeit auf den Monitor. In der Mitte und in Nahaufnahme erschien der Kopf einer Frau ähnlich der meiner Hostessen. Sie sprach sehr schnell. Meine Begleiter drehten sich etwas in ihren Sitzen um besser zu verstehen was gesagt wurde. Naola, die an ihrem Armaturentisch war, begann einen Dialog mit der Person auf dem Schirm, gerade so wie es unsere Fernseherinterviewer auf Erden tun. Unbemerkbar änderte sich die Nahaufnahme zum Weitwinkel, um dutzend von Frauen zu zeigen, jede vor einem Schreibtisch sitzend.
Thao nahm mich an der Schulter und führte mich hinüber zu Naola und setzte mich in einen Sitz vor einem der Schirme. Sie nahm dann einen Sitz neben mir und sprach zu den Leuten auf dem Monitor. Sie sprach schnell und für einige Zeit in ihrer wohlklingenden Stimme und drehte sich häufig in meine Richtung.

Ein Beweis davon das ich das Hauptthema des Gespräches war. Als sie fertig war, erschien die Frau in Nahaufnahme wieder und sprach in einigen kurzen Sätzen. Zu meiner großen Überraschung waren ihre Augen direkt auf mich gerichtet und sie lächelte.
Hallo Michel, wir wünschen dir eine sichere Ankunft auf Thiaoouba. Sie wartete auf meine Antwort. Als ich meine Überraschung überwunden hatte, drückte ich meinen warmen Dank aus. Dieses verursachte wiederum zahlreiche Bemerkungen und Ausrufe von ihren Begleitern, die jetzt wieder im Weitwinkel des Schirmes erschienen.

Haben die mich verstanden? Fragte ich Thao. Telepathisch ja und sie waren sehr erfreut jemand von einem anderen Planeten zu hören, der seine eigene Sprache spricht.

Für die meisten von ihnen ist dieses durchaus eine seltene Erfahrung. Thao entschuldigte sich und adressierte die Person auf dem Schirm wieder, ich nahm an es war ein technisches Gespräch, Biastra tat das gleiche. Nach einer Weile lächelte sie in meine Richtung und sagte ich werde dich bald persönlich sehen, daraufhin wurde das Bild geschnitten. Ich sage geschnitten, weil der Bildschirm nicht einfach matt war eher wurde das Bild durch eine schöne, weiche Farbe ersetzt - eine Mischung von Grün und Indigoblau - das eine Stimmung von Zufriedenheit produzierte. Es ging dann nach einer Minute oder so stufenweise aus.

Ich fragte Thao, was das alles bedeutet – hatten wir ein Zusammentreffen mit einem anderen Raumfahrzeug und was war dieses Thiaba oder Thiaoula...?


Thiaoouba, daß ist der Name den wir unserem Planeten gegeben haben Michel, genauso wie ihr zu eurem, Erde sagt. Unsere Intergalaktische Station hat Verbindung mit uns aufgenommen, wir werden in 16 Erdstunden und 35 Minuten in Thiaoouba ankommen. Dieses hatte sie mit einem flüchtigen Blick am nächsten Computer abgelesen.

Jene Leute dann, sind die Techniker auf deinem Planeten?


Ja, wie ich gerade sagte, auf unserer Intergalaktischen Station. Diese Station überwacht unser Raumfahrzeug fortwährend und wenn wir in Schwierigkeiten wären entweder für technische oder menschliche Gründe würde es in der Lage sein in achtzig Prozent aller Fälle uns sicher zurück zum Hafen zu steuern.
Dieses überraschte mich nicht besonders, da ich jetzt wusste das ich es mit einer uns überlegenen Rasse zu tun hatte, dessen technologische Möglichkeiten weit über mein Erfassen hinaus ging. Mir wurde jetzt auch bewusst das nicht nur dieses Raumfahrzeug, sondern auch die intergalaktische Station nur von Frauen bemannt war.

Eine weibliche Mannschaft wie diese würde auf der Erde ziemlich außergewöhnlich sein.


Ich wunderte mich ob Thiaoouba nur von Frauen bevölkert war .....so etwas wie Weltraum - Amazonen. Ich musste über meine eigene Fantasie, schmunzeln. Ich hatte schon immer die Gesellschaft von Frauen, anstatt von Männer bevorzugt und es war durchaus ein angenehmer Gedanke!

Meine Frage zu Thao war direkt. Bist du von einem Planeten der nur von Frauen bevölkert ist?


Sie betrachtete mich mit offensichtlicher Überraschung, aber dann leuchtete ihr Gesicht mit Belustigung auf. Ich war ein wenig besorgt dabei. Hatte ich etwas dummes gesagt? Sie nahm mich an der Schulter und sagte, bitte folge mir. Wir verließen den Steuerraum und betraten sofort einen kleineren Raum, ( genannt das Haalis ) der eine durchaus entspannende Atmosphäre hatte.
Thao erklärte mir, daß wir in diesem Raum nicht gestört würden da sich die Besatzung durch ihre Anwesenheit, daß Recht zu einer absoluten Privatsphäre erwarb. Sie bat mich einen der vielen Sitze zu wählen, die in diesem Raum standen. Einige waren wie Betten, einige wie Lehnsessel, andere ähnelten Hängematten, während andere wieder wie hohe Schemel mit justierbaren Rückseiten aussahen.
Ich wäre wohl ein sehr schwieriger Mensch, wenn eins davon nicht meinen Anforderungen entsprach. Als ich bequem in einem Art Lehnsessel saß, mit Thao gegenüber von mir sah ich das ihr Gesicht wieder ernst wurde.

Sie begann zu sprechen. Michel, es sind keine Frauen an Bord dieses Raumschiffes…,

wenn sie mir erklärt hätte das ich nicht in einem Raumschiff war, aber eher in der australischen Wüste, hätte ich ihr mehr geglaubt. Den Ausdruck der Ungläubigkeit auf meinem Gesicht sehend, fügte sie hinzu, genauso wenig sind hier Männer an Bord.
Mit dem war mein durcheinander Komplet.

Aber schluckte ich, was seid ihr dann, Roboter?

Nein, ich denke du missverstehst mich. In einem Wort Michel, wir sind Hermaphroditen.(1) Du weißt natürlich, was ein Hermaphrodit ist?

Ich nickte durchaus sprachlos und dann fragte ich, ist euer ganzer Planet nur von Hermaphroditen bewohnt? “ Ja.“
Und doch sind eure Gesichter und Manieren viel weiblicher als männlich. In der Tat so erscheint es auch, aber glaube mir, wenn ich dir sage das wir keine Frauen sind, sondern Hermaphroditen. Unsere Rasse war schon immer so.
Ich muss gestehen, dieses ist alles sehr verwirrend für mich. Ich werde es schwierig finden, dich auf einmal als er, anstatt als sie zu sehen was ich getan habe seid ich bei euch bin. Du brauchst dir nichts vorzustellen mein Freund. Wir sind einfach, was wir sind, Menschen von einem anderen Planeten und leben in einer Welt unterschiedlich von deiner. Ich kann verstehen, daß du uns als ein Geschlecht oder das andere, definieren möchtest, denn du denkst als ein Erdenbürger und als Franzose. Vielleicht nur dieses mal, kannst du sächliche - Geschlechter als Wort verwenden und uns als “Es“ sehen.
Ich lächelte über diesen Vorschlag, aber fühlte mich trotzdem total verwirrt. Nur Augenblicke früher, hatte ich geglaubt unter Amazonen zu sein.
*Zwitterwesen (Zweigeschlechtig)
Aber wie kann dann die Fortpflanzung eurer Rasse stattfinden, fragte ich? Kann ein Hermaphrodite reproduzieren?

Selbstverständlich können wir das tun, genau so, wie ihr es auf Erden tut, der einzige Unterschied ist der, wir können echt die Geburten kontrollieren, aber das ist eine andere Geschichte. In guter Zeit wirst du es verstehen, aber jetzt sollten wir wieder zu den anderen zurückgehen.


Wir kamen zum Kontrollraum zurück und ich bemerkte, daß ich jetzt diese Astronauten mit anderen Augen sah. Wenn ich jetzt das Kinn von einer betrachtete, fand ich das es mehr männlicher aussah als wie früher. Die Nase einer anderen war entschieden männlicher und die Frisuren von einigen waren jetzt auch mehr männlich. Der Gedanke kam in mir auf, daß wir wirklich die Menschen nur so sehen, wie wir denken was sie sind und nicht so wie sie wirklich sind. Damit ich mich unter ihnen nicht Verlegen fühlte stellte ich mir eine Richtlinie. Ich hatte früher angenommen das es Frauen sind und hinsichtlich das sie mehr als Frauen als wie Männer aussahen, nahm ich mir vor sie weiterhin als Frauen zu erkennen, mal sehen wie das gehen würde.

Von wo ich stand konnte ich auf dem zentralen Bildschirm die Bewegung der Sterne verfolgen, während wir weiter in unserer Reise fortschritten. Manchmal sahen sie enorm und blendent aus wenn wir ein wenig zu nah an ihnen vorbeiflogen - einige Millionen Kilometer von ihnen weg. Manchmal auch sahen wir Planeten mit merkwürdigen Farben. Ich erinnere mich, einer war Smaragdgrün, so rein und klar ich war ganz benommen davon. Es sah einem enorm großen Juwel gleich.

Thao näherte sich und ich nahm die Gelegenheit um sie zu fragen wegen dem Lichtbandes das an der Unterseite des Bildschirmes erschienen war. Dieses Licht erschien was aussah, wie Millionen von kleinen Explosionen.


Diese sind verursacht worden durch unsere Antimateriengeschosse wie du sie auf der Erde benennen würdest und sind tatsächlich Explosionen. Mit der Geschwindigkeit mit der wir fliegen würde das aller winzigste eines Meteoriten dieses Raumfahrzeug total zerschmettern, würde es uns treffen. Wir gebrauchen spezifische Räume um bestimmte Formen von Staub unter einem enormen Druck zu speichern und dieser wird dann in unsere Antimateriegeschosse eingegeben.

Unser Schiff könnte als Kosmotron betrachtet werden, daß Ströme dieser beschleunigten Partikel abfeuert. Die dann den kleinsten mikroskopischen umherziehenden Körper im Weltall in großen Entfernungen voraus abschießen, wie auch an den Seiten unseres Raumschiffes. Dieses erlaubt uns, solche Geschwindigkeiten zu erreichen, mit der wir fliegen.

Um unser Raumschiff herum erzeugen wir unser eigenes magnetisches Feld… ‚

OH- bitte, nicht so schnell. Thao, wie du weißt, habe ich keine wissenschaftlichen Kenntnisse und wenn du von den Kosmotrons und von beschleunigten Partikeln sprichst, bin ich total verloren. Ich verstehe zwar die Grundregel die zweifellos sehr interessant ist, aber was technische Bezeichnungen angehen bin ich nicht gut. Kannst du mir anstatt erklären, warum die Planeten auf dem Schirm gefärbt sind, so wie sie sind?

Manchmal wegen ihrer Atmosphäre und manchmal wegen der Gase die sie umgeben.

Siehst du den vielfarbigen Punkt mit einem Schweif, rechts des Schirmes? Dieses Objekt näherte sich mit großer Geschwindigkeit. Sekunde bei Sekunde konnten wir es besser bewundern. Es schien ständig zu explodieren und die Form zu ändern, seine Farben waren unbeschreibbar reichhaltig.

Ich blickte zu Thao, es ist ein Komet sagte sie. Er umkreist die Sonne in ungefähr 55 deiner Erdjahren.

Wie weit entfernt sind wir von ihm? Sie blickte flüchtig auf den Computer, 4 150 000 Kilometer sagte sie.

Thao, sagte ich wieso verwendet ihr die Arabischen Ziffern?

Wenn du von „Kilometern“ sprichst übersetzt du für mich, oder verwendet ihr das gleiche Maß?

Nein, wir zählen in Kato und in Taki. Wir verwenden die Ziffern die du als Arabisch erkennst für den einfachen Grund, weil das unser eigenes System ist, eines das wir zur Erde brachten.

Was sagst du da? Bitte erkläre das ausführiger.

Michel, wir haben einige Stunden, bevor wir in Thiaoouba ankommen. Das ist vermutlich die beste Zeit anzufangen dich in bestimmten Angelegenheiten ernsthaft zu unterrichten. Wenn es dir nichts ausmacht gehen wir zurück zum Haalis, in dem wo wir vorher waren.

Ich folgte Thao, meine Neugier stärker als nie zuvor.

Angefügte Bilder:
thiaoouba-thao.png

Von Inaaa -
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