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Ich und kein Handy

in Bücher - Bücher - Bücher . . . . . 15.07.2016 09:46
von Inaara • 14.264 Beiträge

Ich und kein Handy

Bettina Sahling, 8. Juli 2016

Ich nutze kein Smartphone und das als bewusste Entscheidung.
Neben meinen vielen Stunden am Computer als Finderin von guten Nachrichten will ich nicht noch unterwegs ständig online sein. Aber wie ergeht es einem Jungen, der als Schüler in den beiden ersten Gymnasialschuljahren als einziger seiner Klasse ohne Smartphone durchs Leben geht?

Benjamin Neukirch hat seine Erfahrungen in dem Buch „Ich und kein Handy“ aufgeschrieben und es ist ein guter Anstoss, wieder einmal zu überdenken, was die intensive Nutzung dieser Technik eigentlich mit dem Leben macht.

Er schreibt:
„Ich will selbst liebend gern ein Handy haben. Und nein:
Ich habe keines, weil meine Eltern entschieden haben, dass ich bislang noch keines besitzen und darüber verfügen soll. Also stehe ich in dieser handylosen Erfahrungswelt. Und mache meine ernsten und lustigen, bitteren und süßen, höllischen und himmlischen Erfahrungen….

In meiner handylosen Zeit war ich häufig sehr frustriert. Es brauchte intensive Gespräche mit meinen Eltern, die mich unterstützten. Ich begann, eine Art Tagebuch zu schreiben, um die ganzen Ungeheuerlichkeiten zu verarbeiten und festzuhalten.“

Das Buch ist in seine Erfahrungsberichte, Bilder, Zitate, Witze
(Am achten Tag schuff Gott das Handy, seitdem hört man nichts mehr von ihm)

und Betrachtungen seiner Eltern unterteilt und einfach gut zu lesen.
Seine Erfahrungen mit dem „Vampir“ Handy bei seinen Freunden zeigen, dass es sich immer wieder zwischen die Menschen und ihren „realen“ Begnungen und Erlebnisse schiebt.

Das Leben wird oft nur noch second hand erfahren, Erlebnisse mit Sinnen und Sinnlichkeit werden zurückgedrängt. Wenn sie sich nicht bewusst entscheiden, das Handy auszuschalten und einfach so zu sein. Dazu entfacht das Handy als Statussymbol einen Sog immer das neueste Modell, Spiele-update etc. zu haben. Gier ist hier das Stichwort und eine Unzufriedenheit, die immer weiter genährt wird.

Handy-Frei zu sein, erfährt Benjamin als großen Gewinn, der ihm viel Selbstbewusstsein und einen großen offline Erfahrungsraum schenkte, den er am Ende nicht missen möchte.

Brief von Benjamin an die newslichter
PS: Und wie ist das Leben mit Handy?

„Wie soll ich es beschreiben?
Nun, ich liebe es…..und ich hasse es,
denn irgendwie zieht es an mir, will was von mir: meine Aufmerksamkeit, meine Zeit, mein Taschengeld. Manches Spiel ist cool wie ein Abenteuer; und es ist toll, Bilder zu machen und von überall aus mit jemandem sprechen zu können und zu whatsappen:

Das liebe ich…..und was ich hasse, ist im Grunde das Gleiche. Das Spiel ist nicht echt, führt nur zum nächsten Level, macht nervös, und dass ständig einer was von mir wollen kann stört mich.

Das Tollste ist im Grunde, dass ich weiß, dass ich es gar nicht brauche…..
und ha, es lässt sich ausschalten!

Das tue ich oft und dann liegt es manchmal tagelang in der Schublade.“ Benjamin per Mail am 8.7.2016
Benjamin Neukirch Zur Person:
Kurz vor Mitternacht taucht Benjamin Neukirch am 05.12.2002 aus dem Geburtswasserbecken und aus dem Wasser des Lebens ins irdische Landleben auf. Seitdem ist ein geheimes Eifeldorf die Basis für seine Erkundungen der natürlichen und menschengemachten Wunderwerke dieser Welt. Während seiner Kindergarten- und Grundschulzeit feiert er jeden Ausflug in die umliegenden Wälder, an Bachläufe, in Kinos und Theater. Das lebendige Abenteuern erschnüffelt er auch als Gymnasiast und stürzt sich auf alles, was ihn über das Schulen der Denkfähigkeit hinaus ins Erfahren elementarer Lebensprozesse führt. Er teamt gerne, unterhält gerne und lässt sich selber gern unterhalten. Er mag es, sich abwechslungsreich auf Mountainbike, Longboard und Ähnlichem flott zu bewegen. Leistungszwang, trockene Lernprogramme, Umweltbarbarei sind für ihn keine Delikatessen.

Er hat Spaß daran, sich selber zu spüren,
wenn ihn das Leben kitzelt.


http://www.newslichter.de/2016/07/ich-und-kein-handy/

Angefügte Bilder:
ichundkeinhandy-e1467797786138.jpg

Von Inaaa -
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